Ursprünglich für Januar hatte die, immer unverhohlener sich rassistisch artikulierende "Alternative für Deutschland" (AFD) eine Demo gegen "Asylchaos" in Lippstadt, Warstein und anderswo angekündigt. In Oelde, Salzkotten und Paderborn wurde bei vergleichbaren Veranstaltungen offen mit Neonazis paktiert. Die Ankündigung für die Veranstaltung in Lippstadt wurde allerdings an keiner Stelle konkretisiert. Stattdessen brodelte aber die Gerüchteküche (wie schon im Oktober) über Sexualstraftaten durch Flüchtlinge, diesmal verbunden mit dem Aufruf zu einer Demonstration. Obgleich, die Polizei dementierte, dass in Lippstadt derlei zur Anzeige gebracht und von Polizei und Presse verschwiegen worden sei, hat sich die Gerüchteküche unlängst auf der Straße versammelt. Die Lippstädter Tageszeitung "Der Patriot" berichtet, dass sich etwa 150 Männer und Frauen am Sonntagnachmittag (24.1.2016) - mutmaßlich unangemeldet - auf dem Lippstädter Rathausplatz versammelt haben. Inwiefern dabei auch die AFD involviert war, ist (noch) nicht bekannt. Die Partei gibt sich auf ihrer Webseite derweil konspirativ und berichtet von halb-geheimen Zusammenkünften "im Osten des Kreises" am 23. Januar. Weiterhin befürchten sie von Wirten vor die Tür gesetzt zu werden und suchen nach geeigneten Veranstaltungsorten für Stammtische.

Verfasst von  LLL  am  Montag, 25. Januar 2016


Die rechtsradikale Partei AFD hat für heute Samstag eine Demo in Salzkotten angemeldet

Westfälisches Volksblatt.v. 03.12.2015
weiterlesen... 'AFD DEMO IN SALZKOTTEN'

Verfasst von  micruepp  am  Freitag, 04. Dezember 2015


Demonstration:
22. August 2015, 12:00 Uhr
Hauptbahnhof Paderborn


Seit 3 Jahren gehen wir in Paderborn gegen rechte Strukturen auf die Straße und dennoch bleibt die Stadt Anlaufpunkt für rechtsradikale Gruppen:

Die völkisch-nationalistische "Identitäre Bewegung" hat nun ihren deutschlandweiten Hauptsitz in Paderborn und sich in das hiesige Vereinsregister eintragen lassen, womit sie in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind. Von Altenbeken aus verbreiten die Rassist*innen vor allem über moderne Medien rechte Hetze in popkulturellem Gewand. Besonders macht die Identitäre Bewegung dabei, dass sie durch ihr neues Auftreten von Rechtspopulist*innen über die PEGIDA-Bewegung bis hin zu eindeutig nationalsozialistischen Bewegungen überall aktiv sein kann. Paderborner Mitglieder der Gruppe organisierten bereits in Wien, Münster und anderen Städten Veranstaltungen der "Identitären" und spielen damit eine wichtige Rolle bei der Arbeit der Organisation.

Wesentlich aggressiver gibt sich die Hooligangruppe "Domstädter", die vor Gewalt gegen Andersdenkende und vermeintliche Ausländer*innen nicht zurückschreckt, pöbelt und immer wieder versucht auf demokratisch orientierten Demonstrationen einzuschüchtern und zu provozieren.

Neben den oben genannten Organisationen gibt es aber auch Personen aus den Kreisen der "NPD Paderborn / Höxter" und der früheren "Formation W", die immer wieder im rechtsradikalen Kontext in Erscheinung treten.

In den letzten Jahren hat sich die Form der Gewalt, die von Rechten ausgeht etwas geändert: Bis 2014 sind rechte Strukturen in Paderborn vor allem dadurch aufgefallen, dass sie öffentliche Anlaufstellen politischer Gegner*innen wie das Parteibüro der Grünen und den bdp Infoladen angegriffen haben. In letzter Zeit hingegen kam es vermehrt zu Angriffen auf Einzelpersonen, die sich dem rechten Gedankengut entgegen stellen. So werden nach eigenen Angaben Aktivist*innen des "Bündnisses gegen Rechts" zu Hause und unterwegs massiv angepöbelt und bedroht, wobei die Rechten auch nicht vor Sachbeschädigungen und körperlichen Angriffen zurückschrecken.

Aber auch abseits des Rechtsradikalismus kommt es immer wieder zu rassistischen Äußerungen und Übergriffen. Rassistische Witze in Kneipen, Pöbeleien in der Öffentlichkeit, Hetze im Internet und nicht zuletzt der kürzlich erfolgte Angriff auf das Flüchtlingsheim in Holtheim zeigen, dass latenter Rassismus auch in Paderborn an der Tagesordnung ist und sogar eine reale Gefahr für Menschen darstellt.



Wir sagen, dass das endlich ein Ende haben muss! Darum gehen wir jetzt zum dritten Mal in Folge mit der gleichen Forderung auf die Straße:



Schluss mit der Gewalt!
Schluss mit rechten Strukturen!


(Paderborner Bündnis gegen Rechts)

Verfasst von  LLL  am  Dienstag, 11. August 2015


Lippstadt. Am Karsamstag, 4. April 2015, erinnern Stadt Lippstadt, Gewerkschaften und das internationale Rombergpark-Komitee (Dortmund) an jene Arbeiter der Lippstädter Union-Werke, die im Frühjahr 1945 von den Nazis ermordet wurden. Die sechs deutschen Uniöner und sieben französischen Zwangsarbeiter waren verhaftet worden, weil die Deutschen ihr Brot mit den Zwangsarbeitern geteilt hatten. Sie wurden in der Nacht auf Karfreitag 1945 im Dortmunder Rombergpark erschossen. Die Gedenkfeier findet statt ab 11.00 Uhr am Gedenkstein am Hauptportal der St.- Josephs-Kirche. Es sprechen Vertreter des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) und der Bürgermeister der Stadt Lippstadt. Für das Internationale Rombergpark-Komitee hält Ernst Söder dieses Jahr die Ansprache.

Einen kurzen Zeitungsbericht zur Veranstaltung gibt es hier.

Verfasst von  LLL  am  Mittwoch, 01. April 2015


Anbei ein Brief der LINKEN-Ratsfraktion an den Bürgermeister, in Sachen Hospitalstraße. (Vgl. unseren Beitrag von vor einem Jahr)

Flüchtlingsunterbringung in ehemaligen KZ Aussenlager ist unpassend!

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Sommer!

Die Fraktion DIE LINKE beantragt die Beratung unserer folgenden Anträge auf die Tagesordnung des Rates am 23. Februar 2015 zu nehmen:

2015 jährt sich die Befreiung der Arbeits- und Vernichtungslager des NS-Regimes zum 70. Mal. In der Hospitalstraße 46 befand sich von November 1944 bis Ende März 1945 ein Aussenlager des KZ Buchenwald. In Lippstadt gab es 1.167 Häftlinge in verschiedenen Aussenlagern. Das KZ Buchenwald forderte wohl 56.000 Todesopfer, darunter 11.800 Jüdinnen und Juden.

1. Die Fraktion DIE LINKE beantragt in der Hospitalstraße 46 / 46 a zeitnah eine Gedenktafel am Gebäude oder einen Gedenkstein im Bürgersteig für die ermordeten und entrechteten Gefangenen des KZ-Aussenlagers zu installieren. Eine Gedenktafel hat es dort vor Jahren schon gegeben. An weiteren Lippstädter Lagerstandorten soll in Abstimmung mit den Daten des Stadtarchivs entsprechend verfahren werden.

2. Zudem finden wir es äußert unpassend, dass unter dieser Adresse heute Flüchtlinge in einem bekanntermaßen maroden Gebäude untergebracht sind. Wir beantragen deshalb, dass spätestens mit der Fertigstellung des Neubaus des Flüchtlingsheims an der Stirper Straße ein qualitativ besserer Ersatzstandort für das Übergangswohnheim Hospitalstraße 46 a geschaffen wird. Die Verwaltung wird beauftragt einen Ersatzstandort zu suchen.

Mit freundlichen Grüßen

Lippstadt, 07.02.2015

Für die Fraktion DIE LINKE

Klaus Marke
Michael Bruns

Verfasst von  LLL  am  Mittwoch, 11. Februar 2015


"Antiziganismus (von tsigane=Zigeuner) ist die feindliche Haltung gegenüber den 'Zigeunern', die von inneren Vorbehalten über offene Ablehnung, Ausgrenzung und Vertreibung bis zu Tötung und massenhafter Vernichtung von Sinti und Roma reicht. Diese Haltung zeigt sich ebenso in der Diskriminierung und Dämonisierung der Minderheit wie in der Verklärung des 'lustigen Zigeunerlebens'" (Gesellschaft für Antiziganismusforschung)

Der RLC Hellweg veranstaltet in Soest demnächst drei spannende Veranstaltung zum Thema:

8. Februar 2015
Politik im Kino: "Gibsy. Die Geschichte des Boxers Johann Rukeli Trollmann"
Doku-Drama von Eike Besuden (Deutschland 2012). Zu Beginn Einführung durch die NS-Forscherin Mechtild Brand
Petrushaus, Petrikirchhof 10, Soest - Beginn: 19:30 Uhr

26. Februar 2015
"Gegenübergestellt: Opfer und Täter. Hammer Sinti und ihre Entschädigungsverfahren"
Seminar mit Mechtild Brand
Petrushaus, Petrikirchhof 10, Soest - Beginn 19.30 Uhr

26. März 2015 (in Planung)
"Vor allem unerwünscht: Roma in Europa"
Vortrag und Diskussion mit Ali Ismailovski
Petrushaus, Petrikirchhof 10, 59494 Soest - Beginn 19.30 Uhr

Verfasst von  LLL  am  Montag, 26. Januar 2015


In Berlin organisierte der Zentralrat der Juden (ZdJ) eine Großkundgebung unter dem Motto "Steh auf! Nie wieder Judenhass", an der sich einige tausend Menschen beteiligten. Unter ihnen auch die Bundeskanzlerin, sowie mehrere tausend Teilnehmer vorwiegend aus den jüdischen Gemeinden der Bundesrepublik. Reagiert wurde damit auf eine Zunahme antisemitischer Übergriffe innerhalb und außerhalb Deutschlands.
Gerne weisen wir auf die Rede von ZdJ-Präsidenten Dieter Graumann hin, die hier nachzulesen bzw. auf Video anzuschauen ist.

Verfasst von  LLL  am  Freitag, 19. September 2014


"Drei Männer haben in der Nacht zum Dienstag mehrere Molotowcocktails auf die Synagoge in Wuppertal geworfen. In Berlin wurde vergangene Woche ein 18-jähriger Mann im Stadtteil Charlottenburg völlig unerwartet von einem Unbekannten auf offener Straße geschlagen - ganz offensichtlich nur, weil er eine Kippa trug. Am gleichen Tag wurde im nordrhein-westfälischen Herne ein Mahnmal für Holocaustopfer beschädigt. Meldungen wie diese häufen sich, seitdem die israelische Armee den Gazastreifen bombardiert. Aber was hat der Krieg im Nahen Osten mit den hier lebenden Juden zu tun? Warum fühlen die sich plötzlich bedroht? Und was kann man gegen Judenfeindlichkeit überhaupt tun?" (Dradio Kultur)

Aus diesem Grund sei hier ein Radiobeitrag auf Deutschlandradio Kultur verlinkt.
Eine aktuelle Chronik antisemitischer Vorfälle gibts hier.

Verfasst von  LLL  am  Montag, 04. August 2014


Es ist wieder so weit: Am 28.06.2014 findet in Paderborn eine Demo gegen rechten Hass statt. Denn viel zu lange ist nichts mehr passiert!
Viel zu lange haben wir alle akzeptiert und weg geschaut, als sich Nazistrukturen in Paderborn gebildet haben, ausgebaut wurden und die Anzahl der rechten Straftaten hier im letztes Jahr zugenommen hat.Auch lokale Medien, wie zum Beispiel die Neue Westfälische und Radio Hochstift haben das Problem erkannt und selbst der Staatsschutz hat sich zu der bedenklichen Situation bezüglich der rechten Strukturen in Paderborn geäußert.

Demo / 28.6. / 13 Uhr am Hbf Paderborn

Mehr Infos: noloveforhaters.de

Verfasst von  LLL  am  Montag, 23. Juni 2014


Nachdem der militante Neonazi Sigfried "SS-Siggi" Borchardt nun für die Partei Die Rechte einen Sitz im Dortmunder Rathaus ergattert hat (1,1%), versuchte er in Begleitung von ca. 30 bewaffneten Neonazis das Rathaus zu stürmen. Dies erfolgte unter Naziparolen und Gewalteinsatz. Es kam zu mehreren Verletzten. Näheres findet sich hier und hier.

Verfasst von  LLL  am  Donnerstag, 29. Mai 2014