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 :: Nachtrag zum Gedenken an die Karfreitagsmorde :: (1278 Aufrufe)

Verfasst von micruepp am Sonntag, 21. Juni 2009, 09:24 Uhr

Nachtrag zum Gedenken an die Karfreitagsmorde (Originaltext von LLL) Anlässlich des Jahrestages der Karfreitagsmorde fand auch in diesem Jahr die traditionelle Gedenkkundgebung am Karsamstag, 11. April 2009, in Lippstadt statt. Damit wird der zahlreichen Widerstandskämpfer, Zwangsarbeiter und Nazigegner gedacht, die 1945 in den letzten Kriegstagen von SS und Gestapo in der Bittermark ermordet wurden. Unter den Opfern auch Lippstädter Widerständler und französische Zwangsarbeiter des Unionwerkes in Lippstadt.

Neben dem Bürgermeister sprach u.a. Ernst Söder vom Internationalen Rombergparkkomitee, der zur Erinnerung mahnte und ein verstärkten Kampf gegen Neonazis wie die NPD forderte. In einem weiterem Redebeitrag wies die Junge Linke vor allem auf lokale Begebenheiten hin. So thematisierte sie den rechtsextremen Vorsitzenden des Vereins Teutonia Lippstadt, Klaus Petri. Von diesem hatte sich weder der Bürgermeister noch der Verein selbst distanziert, stattdessen wurde der NPD-Anhänger wiedergewählt. Ebenfalls beleuchtet wurde die junge Neonaziszene in der Region. Anschließend gab es im Gemeindehaus einen Vortrag zur organisierten Neonaziszene in Nordrhein-Westphalen, bei der ein Referent der Antifaschistischen Bildungsinitiative sprach. Ebenso wurde eine neue Broschüre zum Lippstädter Gedenkstein vorgestellt.

Die Broschüre zur Erinnerung an die von den Nazis in der Karwoche 1945 ermordeten Lippstädter Arbeiter des Unionwerkes und ihrer französischen Kollegen wurde von der IG Metall, dem DGB und der Stadt Lippstadt herausgegeben. Sie schildert die Geschichte des Gedenksteins, liefert Hintergründe über die Opfer und geht auch der Frage nach den Tätern nach. Die Broschüre ist weiterhin bei der Lippstädter IG Metall zu erhalten

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